Testosteron-Dominanz



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Bei manchen Frauen ist in ihrem gesamten Frauenleben der Testosteron-Spiegel höher als bei anderen Frauen üblich. Das ist jedoch eher die Ausnahme.

In den Wechseljahren ist der Testosteron-Spiegel jedoch bei vielen Frauen leicht erhöht. Manche ältere Frauen haben sogar einen höheren Testosteron-Spiegel als manche gleich alte Männer. Da zudem die weiblichen Hormone weniger werden, ist bei den Frauen vor allem die relative Erhöhung des Testosterons im Vergleich zu den weiblichen Hormonen ausgeprägt.

Es kommt also zu einer Art Testosteron-Dominanz.

Durch die Testosteron-Dominanz wächst bei den betroffenen Frauen ein kleiner Damenbart und oft wird auch die Stimme etwas tiefer.

Bei vielen Frauen verändert sich auch die Form der Figur. Sie neigen eher zum Bauchansatz anstelle der breiten Hüften. Auch das innere Bauchfett nimmt häufig zu.

Frauen in den Wechseljahren bekommen also häufig die sonst eher für Männer typische Apfelform mit dickem Bauch. Man spricht daher auch manchmal vom Menopausen-Bauch.

So störend wie die Begleiterscheinungen der Testosteron-Dominanz sein können, so kann man jedoch auch ihre Vorteile nutzen.

Eine Testosteron-Dominanz ermöglicht den betroffenen Frauen, sich besser durchsetzen zu können und emotional stärker zu werden. Dadurch können sie im Verlauf der Wechseljahre zu stärkeren Frauen werden.

Das erklärt auch, warum bei einigen Naturvölkern, beispielsweise bei manchen Indianern Nordamerikas, ältere Frauen eine bedeutende Machtposition innehaben.

Die Testosteron-Dominanz kann auch die Freude am Sex erhöhen. Wenn man die trockenen Schleimhäute, die durch Progesteron- und Östrogenmangel auftreten, mithilfe von Gels befeuchtet, kann das Geschlechtsleben also durchaus gewinnen.

Eine Testosteron-Dominanz kann übrigens auch gleichzeitig mit einer Östrogen-Dominanz auftreten, nämlich dann, wenn der Progesteronspiegel besonders niedrig, der Östrogenspiegel nur leicht erniedrigt und der Testosteronspiegel leicht erhöht ist.


 




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