Reizbarkeit



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Reizbarkeit und schlechte Laune sind oft die ersten Symptome der Wechseljahre, oft lange bevor die betroffene Frau merkt, dass sie in den Wechseljahren ist.

Wegen ihrer aufbrausenden Stimmungen sind Frauen in den Wechseljahren oft von ihrer Umgebung gefürchtet. Für viele Frauen ist es aber auch notwendig, sich endlich einmal Luft zu machen und ihrem Mitmenschen mitzuteilen, wie es in ihnen aussieht.

Die in den fruchtbaren Jahren reichlich vorhandenen Hormone Progesteron und Östrogen sorgen bei den meisten Frauen zu einem ausgeprägten Harmoniestreben und einem mehr oder weniger sanften Wesen. Diese harmonisierende Wirkung der weiblichen Hormone ist nötig, um die aufreibende Herausforderung der Kindererziehung bewältigen zu können. Auch für die Partnerschaft und die Doppelbelastung durch Arbeit und Familie sind die besänftigenden Hormonwirkungen hilfreich.

Durch den Abfall des Progesterons und später auch des Östrogens entfällt der hormonelle Harmoniepuffer.

Auf einmal ist die Umgebung nicht mehr harmonisch und sanft zu ertragen, sondern zeigt sich in ihrer vollen Härte.

Überwältigt von diesen neuen, unerfreulichen Gefühlen reagieren viele Frauen zunächst stark gereizt und zornig.

Unglücklicherweise sind die Kinder heutzutage oft noch relativ klein und die Frauen voll im beruflichen Aufstieg begriffen, wenn die Wechseljahre ihre Gefühle durchbeuteln. Früher, als Frauen ihre Kinder meist Anfang 20 bekommen haben, waren die Kinder zu dieser Zeit längst aus dem Haus und die Frau konnte sich in ihrer vertrauten Haushaltsumgebung an die ungewohnten Gefühlsstürme gewöhnen. Doch jetzt stehen Frauen meistens mitten im Trubel und ihn der Phase der höchsten Anforderungen, wenn sie von gereizten Gefühlswellen überspült werden.

Umso wichtiger ist es, die seelischen Turbulenzen der Wechseljahre sorgfältig zu behandeln, damit man weiterhin erfolgreich im Leben stehen kann.

Besonders wichtig sind regelmäßige Auszeiten, damit man sich von den Strapazen des Alltags erholen kann. Dazu gehört ausreichend Schlaf, Urlaub, Wellness-Wochenenden ohne die Kinder und Spaziergänge.

Wann zum Arzt: bei erheblichen Problemen durch die Reizbarkeit.

Schulmedizin: Hormontherapie, Beruhigungsmittel, Psychotherapie

Heilpflanzen: Johanniskraut, Baldrian, Melisse, Passionsblume

Hausmittel: Spaziergänge, Sport, Kaltwasser-Anwendungen

Schüsslersalze-Behandlung: Nr. 1, 5, 8

Homöopathie: Aurum metallicum D6 - D12, Delphinium Staphisagria D4 - D12, Lycopodium clavatum D6 - D12, Nux vomica D6 - D12

Ätherische Öle: Benzoe, Lavendel, Melisse, Muskatellersalbei, Rose

Edelsteine: Chalzedon, Falkenauge, Saphir

Bachblüten: Impatiens




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