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Außer den Geschlechtshormonen können auch einige der zahlreichen anderen Hormone während der Wechseljahre eine Rolle spielen.

Die Produktion der anderen Hormone wird teilweise durch die Schwankungen der Geschlechtshormone durcheinander gebracht. Teilweise wirken die Hormone auch nicht mehr so zuverlässig, wie vor den Wechseljahren. Es kommt zu sogenannten Resistenzen.

Schilddrüsen-Hormone

Die Schilddrüsen-Hormone sind sehr wichtige Hormone für die Steuerung der Stoffwechsel-Aktivität, der Körpertemperatur und der Herzaktivität. Über die Stoffwechselaktivität wird auch das Körpergewicht gesteuert.

Bei etwa einem Viertel aller Frauen in den Wechseljahren kommt es zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Unterfunktion der Schilddrüse.

Außerdem wirken die Schilddrüsen-Hormone nicht richtig, wenn man eine Östrogen-Dominanz hat. Dabei handelt es sich um eine Schilddrüsen-Hormon-Resistenz. Diese Resistenz kann man vor allem an einem erhöhten Spiegel des Hormons TSH feststellen. Sie tritt auch bei normalen Werten der Hormone T-3 und T-4 auf.

Die Auswirkungen auf die Schilddrüsen-Hormone sind in den Wechseljahren also gleich doppelt ausgeprägt.

Die betroffenen Frauen nehmen meistens deutlich zu und fühlen sich schlapp und kraftlos.

Wenn die Östrogen-Dominanz erfolgreich behandelt wird, geht meistens auch die Schilddrüsen-Problematik spürbar zurück. Das liegt daran, dass die Schilddrüsen-Hormone wieder besser wirken können.

Bei einer echten Schilddrüsen-Unterfunktion müssen jedoch auch Schilddrüsen-Hormone als Medikament zugeführt werden. Bis die richtige Dosis gefunden ist, braucht es häufig eine Weile.

Es lohnt sich meistens, bei einer Schilddrüsen-Unterfunktion einen Facharzt für Hormonerkrankungen (Endokrinologe) aufzusuchen, damit die Dosis der Schilddrüsen-Hormone gut eingestellt werden kann.

Cortisol

Cortisol gehört zu den Stresshormonen, die in der Nebenniere hergestellt werden.

Unter den Stresshormonen ist Cortisol vor allem dafür zuständig, die Folgen von Stress zu verarbeiten. Daher tritt es meistens erst nach einer stressigen Situation in Erscheinung.

Dann setzt es Energie frei und gleicht die aufgewühlten Gefühle aus. Außerdem kann es allergische Reaktionen und Entzündungsvorgänge bremsen. Wegen dieser Fähigkeiten wird es auch häufig als Medikament Kortison eingesetzt.

Wenn der Cortisol-Spiegel jedoch durch Dauerstress häufig zu hoch ist, dann hat dies einige unerwünschte Wirkungen.

Besonders unerwünscht ist es, dass das innere Bauchfett deutlich zunimmt.

So führt dauerhafter Stress zu dem als ungesund bekannten dicken Bauch.

DHEA

DHEA (Dehydroepiandrosteron) ist ein Hormon, das unter anderem eine Vorstufe von Östrogenen und Testosteron darstellt. Es wird in der Nebenniere und bei Frauen auch in den Eierstöcken gebildet.

Da DHEA im jungen Erwachsenenalter in großen Mengen im Körper vorkommt und dann Jahr für Jahr immer weniger wird, steht es im Ruf, ein Jungbrunnen-Hormon zu sein. In Ländern, in denen man Hormone frei kaufen kann, gilt DHEA als eine Art Lifestyle-Mittel.

Medizinische Studien haben jedoch gezeigt, dass DHEA mitnichten eine Jungbrunnen-Wirkung hat, wenn man es bei einem altersgemäß passenden DHEA-Spiegel verwendet, um wieder die Werte der Zwanziger zu erreichen.

Nur wenn ein echter DHEA-Mangel besteht, also wenn ein junger Mensch einen niedrigen DHEA-Spiegel hat, ist die Gabe von DHEA als Medikament sinnvoll und wirkungsvoll.


 




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